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Handtücher in öffentlichen Bereichen

Jeder hat es wohl schon mal erlebt, Sie stehen in einem öffentlichen WC, haben sich die Hände gewaschen und wollen diese nun abtrocknen. Doch….aus dem Automaten hängt der letzte Fetzen der Stoffhandtuchrolle und schaut nicht mehr vertrauenswürdig aus…oder… der Papierhandtuchspender ist leer…oder… der Lufttrockner ist nicht Ihre Sache. Nicht selten sieht man dann die Menschen einfach ihre Hände schütteln oder unter den Armen trocknen. Das ist die eine Seite des Nutzers. Weitere Ärgernisse sind, Sie ziehen an den Falttüchern und es kommt ein ganzer Packen heraus, die Falttücher liegen nur obenauf und es ist fast nicht möglich, ein paar Handtücher zu nehmen ohne Weitere nass zu machen. Unangenehm ist auch ein schmutziger Hebel am Spender zum Herausrollen von einem Fetzen Papier. Besonders mag ich dann Papier, was so dünn ist, dass man fünfmal ziehen muss, um die Hände nur ansatzweise zu trocknen.

Für den Verantwortlichen solcher „Papierstellen“ sieht es wieder ganz anders aus. Dieser muss in zu kleinen Spendern ständig für Nachschub sorgen, da legt man schon mal einen Packen oben auf. Die Stoffhandtücher will man nicht zu früh wechseln, sonst wird ja eine saubere Rolle wieder gewaschen, was unwirtschaftlich ist und zudem das Umweltgewissen belastet. Und bei Papierrollen geht es auch ums Geld.

Bei der Auswahl von Papierspendern kommt dann noch das Design dazu und da scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Teilweise werden die Diskussionen emotional geführt, denn von Papierhandtüchern versteht ja jeder etwas. Bei einem Kunden mit einem Neubau habe ich letztens durch Zufall das Thema nur angesprochen und sah sofort genervte Gesichter. Die Sache war schon hochgekocht und nun wäre jede Lösung recht.

Doch zunächst zur Wirtschaftlichkeit:

Nicht jedes System ist bei jedem Nutzer das Wirtschaftlichste. Die Wirtschaftlichkeit hängt auch vom Nutzungsverhalten Ihrer Gäste oder Mitarbeiter ab. Die scheinbar billigste Lösung ist, indem man eine billige Box nimmt und dort billiges Papier einlegt. Ein „normaler“ Nutzer wird bei dünnem Papier, was sich auch noch schlecht ziehen lässt, ca. 4 – 6 Falthandtücher benutzen. Bei einer guten und gefühlten dicken Qualität, welche auch noch leicht zu ziehen ist, werden 1 – 2 Handtücher reichen. Bei den Papierrollen ist das ähnlich. Bei einem kurzen Abriss und dünnem Papier wird der Hebel oder die Automatik eben öfter benutzt. Wie sich das rechnerisch auswirken kann, zeigt das Beispiel:

 



System 1

System 2

System 3

Verbrauchsmenge pro Nutzer


4

2

2

Nutzer / Tag

500

500

500

500

Preis pro Tuch


       0,02 €

         0,03 €

0,025 €

Kosten pro Tag


      40,00 €

       30,00 €

       25,00 €

Tage / Jahr

250

250

250

250

Kosten / Jahr


   10.000,00 €

   7.500,00 €

    6.250,00 €

 

Ohne einen Test werden Sie keine belastbaren Zahlen erreichen. Daher ist es zu empfehlen, in einem häufig frequentierten Sanitärbereich ein Muster aufzuhängen und den Verbrauch pro Tag oder Woche zu zählen. In der zweiten Woche das nächste Muster usw.. Die Ergebnisse können erstaunen. Anschließend können Sie ja die Wirtschaftlichkeit berechnen und haben schon erste Erfahrungen mit dem Handling und wissen, ob der Vorrat bis zur nächsten Füllung ausreichend ist.

Die Wirtschaftlichkeit pro Verbraucher/Woche ist nicht alles. Denn, wenn Sie ein System haben, bei dem der Rest nicht automatisch aufgebraucht werden kann, so sind die Reste, zum Beispiel bei einer Handtuchrolle, mit zu berücksichtigen. Daher ist gerade bei Rollen darauf zu achten, dass der Rest verbraucht wird und automatisch die nächste Rolle zur Verfügung steht. Ist dem nicht so, dann haben Sie entweder Reste oder der Nutzer steht mal wieder vor einem leeren Spender.

Auch die Abrisslänge kann bei Papierhandtuchrollen wesentlich sein. Wenn Sie den Abriss etwas länger machen, so kann es sein, dass der Nutzer nur noch einen Abriss verwendet und nicht zwei. Was in der Summe eine Menge Papier und Abfall  sparen kann.

Modern sind auch berührungsfreie Spender, was mir persönlich gut gefällt. Doch was ist mit dem Strom? Haben Sie einen Stromanschluss  oder müssen Sie mit Akku betreiben? Wie aufwendig ist das Wechseln der Akkus? Sind handelsübliche Akkus einsetzbar? Wie groß ist der Stromverbrauch im Stand-by-Modus?

Es kommt vor, dass Spender sehr günstig oder kostenlos angeboten werden. Passen dann auch Papiere von anderen Herstellern? Oder sind Sie in diesem Fall von einem Hersteller abhängig? Aus Erfahrungen weiß ich, dass oft die Mühe gescheut wird, um die Spender nochmals zu wechseln.

Das Design und die logische Bedienbarkeit sind  auch zu erwähnen. Es ist immer ziemlich blöd, wenn die Menschen sich ratsuchend umsehen müssen, um den Spender zu bedienen. Bei der Bedienbarkeit ist das Auffüllen nicht zu vernachlässigen. Mir ist es schon passiert, das in einer Supermarkttoilette einer Reinigungskraft ratlos stand und den Spender nicht aufbekam. Aus Ratlosigkeit hat diese Frau dann uns gefragt, ob wir Ihr helfen können!

Doch wie findet man nun das richtige System für die eigenen Bedürfnisse?

Um es Ihnen einfacher zu machen, haben wir für Sie eine kleine Berechnungsdatei zum Herunterladen bereitgestellt. Diese Datei finden Sie unter "Kalkulation Handtücher" und www.rhw-management.de.

 

Zusätzlich hier noch eine kleine Checkliste:

  • Wirtschaftlichkeit
  • Verbrauch von Restmengen
  • Bevorratung
  • Akku / Batterien
  • Stromanschluss
  • Papier auch von Fremdherstellern
  • Abrisslänge frei definierbar
  • Verschiedene Papierqualitäten
  • Berührungsfrei
  • Design
  • Sonstiges