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Eingstellt m 13.05.2019
 
Neue und spamnnende Artikel sind unter Veröffentlichungen * ab 2016 eingestellt.
 
Eingestellt am 18.10.2018
 
Die Anschrift hat sich geändert. Die neue Anschrift finden Sie unter Kontakte.
Unter "Veröffentlichungen" finden Sie einen neuen Artuikel "Wischbezug und Mopp"
 
 
Eingestellt am 07.05.2017
 
Unter "Veröffentlichungen 2016" gibt es zwei neue Artikel.
 
Auf die Kennzahlen kommt es an (Kalkulation von Fremd und Eigenreinigung) 
 
und 
 
Trockenreinigung 
 
 
 
Eingestellt am 07.05.2017
 
Zusätzliche Leistungen von Andreas Carl
Verkaufsschulungen für Gebäudereiniger und Lieferanten
 
 
Eingestellt am 28.05.2015

 

Fehlberatung von Chemiehersteller

 

Neulich war ich mal wieder beieinem alten Kunden. Hier hatte ich die Gelegenheit und Aufgabe, die gesamte Reinigungzu beurteilen. Neben sehr vielen positiven Entwicklungen stellte ich fest, dassdas Waschmittel zur Moppwäsche auf Flüssigwaschmittel umgestellt wurde. Soweitso gut. Das ist an sich eine gute Lösung. Nur wurde das Waschmittel auf derBasis von drei Komponenten verwendet. Die erste Komponente - das Waschmittel,die zweite Komponente - ein Waschkraftverstärker und zum Schluss die notwendigeDesinfektion, da es sich um ein Krankenhaus handelt. Nun verwenden wir fürjeden Raum einen jeweils frischen Mopp und frische Tücher. Also ist jeweils"nur" der Schmutz von einem Raum im Mopp, was den Verzicht auf einen Waschkraftverstärkernicht nur zulässt, sondern sogar aus wirtschaftlicher und ökologischer Sichtgebietet. Mit dieser Information hat die zuständige Hauswirtschaftsleitung denChemiehersteller gebeten, den Waschprozess entsprechend umzustellen. Und nunkommt der Ärger! Der Chemievertreter hat behauptet, dass der Waschverstärkerbenötigt wird, um die Faser zu schonen, denn diese würden sonst schwererwerden.

Dass Fasern durch das Waschenschwerer werden und dann nicht mehr reinigen können, ist ein oft gesehenes Fehlerbild,doch die Ursache ist eine ganz andere. Diesen Fehler nennt man auchInkrustation. Die Inkrustation (Kruste) entsteht durch eine Verbindung vonkationischen Tensiden  und anionischenTensiden. Kommen anionische Tenside (meist in Waschmitteln) mit kationischenTensiden (meist in Reinigungsmitteln) in Verbindung, bilden diese beidenTenside eine Kruste, welche sich auf der Faser der Textile ablagert. Das lässtsich durch Wiegen der Mopp nachweisen. Bei der Inkrustation  kann  derMopp im Vergleich zum Gewicht bei der Neuanschaffung durchaus schwerer werden.Das Problem ist, dass die Faser keinen gelösten Schmutz mehr aufnehmen kann unddie Fußböden zunehmend verschmutzen. Zusätzlich gehen die Fasern kaputt.

Dieser Fehler entsteht durch zugeringes Vorwaschen und Spülen, zu hohe Beladung der Waschmaschine oder zu hoheDosierung des Waschmittels, so dass am Ende des Waschprozesses noch Waschmittelim Mopp ist. Das muss unbedingt vermieden werden. Doch mit einemWaschkraftverstärker hat das überhaupt nichts zu tun. In diesem Fall sind dieMopp auch noch von vornherein grau, so dass nicht einmal das Vergrauen der Moppein Argument für einen Waschkraftverstärker wäre. Kurz, derWaschkraftverstärker kostet nur zusätzlich Geld und belastet über die Maßen dieUmwelt.  Eine solche Falschberatung istsomit ein großer Ärger!

 

 

Eingestellt am 24.02.2015

 

Der Mindestlohn und seine Konsequenzen für die Reinigung inden neuen Ländern

 

Für die Reinigungsbranche gilt jaschon lange ein Mindestlohn. Dieser war an die Tariflöhne gekoppelt und sollteverhindern, dass geringere Löhne in den einzelnen Bundesländern bei Entsendungin andere Länder oder aus dem Ausland gelten. Das wird auch Entsendegesetzgenannt.

Nun gibt es einen einheitlichen Mindestlohnüber alle Branchen. Das spielt in den alten Bundesländern keine Rolle, denn derTarifvertrag (auch Entsendegesetz) liegt mit 9,55€ (LG 1 ab 01.01.2015) weit überdem neuen Mindestlohn.

In den neuen Ländern sieht dasganz anders aus. Hier sieht der Lohn für den neuen Tarif (LG1) ab dem01.01.2015 einen Stundenlohn von 8,21 € vor. Das wäre eine Lohnsteigerung von7,96€ im Jahr 2014 von 3,14%.  Nunbeläuft sich die tatsächliche Steigerung von 7,96€auf 8,50€ um 6,78% oder0,54€.

Grundsätzlich ist diese Anpassungsicher gerechtfertigt und verringert den Lohnunterschied von Ost und West. Dochdas ist nur die eine Seite der Medaille. Für Auftraggeber erhöhen sich dadurchdie Kosten für die Reinigung erheblich.

So erhöhen sich die Kosten proStunde nicht nur auf die Lohnkosten, sondern auch auf die Lohnnebenkosten unddie Ausfallkosten. Bei einer Zuschlagskalkulation von 85% auf den Stundenlohnwird aus 7,96€ dann 14,73€ Stundenverrechnungssatz. Bei 8,50€ auf 15,73€/Std. Dasist dann schon 1,00€. Bei nicht umsatzsteuerabzugsfähigen Auftraggebern kommtda noch die Umsatzsteuer hinzu. Das bedeutet letztendlich eine Kostensteigerungvon 1,19€/Stunde. Das sind Kostensteigerungen, welche wohl in fast keinemGeschäftsplan so vorgekommen sein dürften.

Um diese ungeplanteKostensteigerung zu kompensieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

So kann man über denLeistungsumfang nachdenken. Doch in den meisten Fällen ist dieser schon soausgedünnt, dass da oft keine Luft mehr ist. Was helfen kann, ist ein externerBlick auf den Leistungsumfang und die Abläufe. Gerade bei älteren Verträgenschleichen sich auch beim Dienstleister "Gewohnheiten" ein, welche durch die "Betriebsblindheitsbrille" nicht gesehen werden können.

Ein weiter Weg ist die Einsparungder Umsatzsteuer, wenn nicht schon so gemacht. Bei der Einsparung derUmsatzsteuer gibt es einige Fallstricke. Sie können mit einem Dienstleistereine gemeinsame Servicegesellschaft gründen. Dabei ist aber die Einsparung derUmsatzsteuer nur mit einigen Bedingungen möglich und es ist dieAusschreibungspflicht zu berücksichtigen. Ein weiterer Weg ist die Eigenreinigung.Ein Weg, der ab einer gewissen Größenordnung zu empfehlen ist. Dabei ist aberunbedingt darauf zu achten, dass nicht einfach die alten Strukturen vomDienstleister übernommen werden, denn so werden Chancen zur Verbesserung derTechniken und Abläufe verpasst. Auch die klassische Sicht und Vorgehensweiseeines Auftraggebers ist nicht unbedingt mit den notwendigen Managementmaßnahmender Reinigung in Einklang zu bringen und es kommt zum teuren "Eigenreinigungssyndrom".  

 



Eingestellt am 26.12.2014 

 

Urlaub bis zum 16. Januar 2015!

 

Lieber Besucher dieser Webseite, das Büro ist bis zum 16. Januar 2015 nicht besetzt. Es können in dieser Zeit auch keine Nachrichten abgehört und Emails beantwortet werden.

Ab den 19. Januar stehe ich wieder zu Ihrer Verfügung!  

 

Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr alles Gute und freue mich auf ein gemeinsamens Jahr 2015!

 

 


Eingestellt am: 17.10.2014 

 

Billiganbieter gewinntAusschreibung!

 

Als ich kürzlich meineEmails las:

da hat mich ein Urteildes OLG München nicht nur gewundert, sondern auch sehr verärgert. Doch derReihe nach: Ein Vergabe Anwalt, mit welchem ich einige Reinigungsausschreibungennach dem Europäischen Vergabegesetz gemeinsam gemacht habe, hat mir diesesUrteil zu einer Reinigungsausschreibung per Email gesendet. Der Grund dafür lagdarin, dass wir bei der letzten gemeinsamen Ausschreibung sehr intensiv darübernachgedacht haben, einen Bieter wegen einer Nicht-Auskömmlichkeit  des Stundenverrechnungssatzes vom Verfahrenauszuschließen. Dabei hatte der Bieter einen Kalkulationszuschlag unter 70% desStundenlohnes kalkuliert und angeboten. Unser Auftraggeber scheute sich vor demAusschluss des Bieters wegen der Gefahr eines unsicheren Vergaberechtstreites.Aus heutiger Sicht zum Glück. Bei dem Urteil für eine Klinikausschreibung(Beschluss vom 21.08.2014 - Verg 10/14) ging es genau um das Thema. DerGebäudedienstleister hatte einen Stundenverrechnungssatz mit einem Zuschlag vom64% (!) kalkuliert. Das wäre heute, bei dem  aktuellen Stundenlohn von 9,31€/Stunde einStundenverrechnungssatz von 15,27€/Stunde. Diverse Verbände sagen, dass alleinfür die Einhaltung von allen Lohnkosten ein Zuschlag von 70% notwendig ist. Dazukommen die Material-, Aufsichts-, Schulungs- und Verwaltungskosten.

Aus meiner Sicht kannso ein geringer Stundenverrechnungssatz nicht ausreichen, um alle Kostenabzudecken, und noch Geld dabei zu verdienen. Was bleibt sind Verluste oderEinsparungen an Leistungen (Stunden). Es kann jeder für sich entscheiden,welche von den beiden Lösungen die realistischere ist.

Was mich dabei so störtist die Tatsache, dass mit diesem Urteil es kaum noch möglich ist, einen Bieterwegen der fehlenden Auskömmlichkeit auszuschließen. Die Preise und somit dieQualität sind weiter auf Sinkflug. Darunter leiden die Mitarbeiter und dieKunden.